Warzen – ein lästiges Übel, dem man abhelfen kann

Warzen bzw. Verrucae vulgares, wie wir Ärzte sie nennen, werden durch Virusinfekte ausgelöst. Erreger sind hierbei die humanen Papillomaviren.

Man unterscheidet Warzen nach ihrer Lokalisation und dem klinischen Typ, so gibt es die klassischen Fusswarzen (häufig auch Dornwarzen genannt), Warzen um Nägel herum, fadenförmige Warzen und Mosaikwarzen.

Warzen werden meist von Mensch zu Mensch übertragen und treten besonders bei Kindern und Jugendlichen auf. Menschen mit Neigung zu Ekzemen sind häufiger betroffen, aber auch stärkeres Schwitzen (Schweissfüsse in Turnschuhen) und ein schlechtes Immunsystem wirken prädisponierend.

Grundsätzlich können Warzen nach Wochen bis Jahren narbenlos und spontan abheilen, dies passiert in ca. 25% der Fälle. Dennoch sollte man darauf nicht warten, weil man zum einen andere Menschen ansteckt und zu anderen auch gerade Warzen um die Fingernägel herum diese deformieren können.

Am besten vorbeugen kann man, indem man seine Haut gut schützt. Vermeiden Sie, dass Ihre Kinder Schuhe tragen, in denen sie Schweissfüsse haben. Kontrollieren Sie Ihre eigenen, aber insbesondere die Füsse Ihrer Kinder regelmässig, weil einzelne Warzen relativ leicht zu entfernen sind, ganze Warzenbeete hingegen nur schwierig zu bekämpfen sind.

Für die Behandlung haben wir ein grosses Spektrum zur Verfügung: Wir kombinieren Abtragen durch Ringmesserchen oder Laser, lokale Warzenmittel und die Vereisungstherapie (Kryotherapie). Herausschneiden muss und soll man Warzen nicht. Dies ist schmerzhaft und kann erhebliche Narben verursachen und ist auch keine sichere Entfernungsmethode, weil die Warzenviren so klein sind, dass man sie nur unter dem Elektronenmikroskop sieht. Ein Rückfall ist durch einen verbliebenen Rest somit leicht möglich.

Haben Sie keine Angst, die modernen Entfernungsmethoden sind sehr schmerzarm und sind auch kleinen Kindern zumutbar.

Interview mit Dr. Rümmelein, 10.5.2013

Frage: Frau Dr. R., seit wann sind Sie im Bereich ästhetische Dermatologie und Lasermedizin tätig?

Rümmelein: Meinen ersten Laser habe ich im Jahr 1998 erworben. Es war ein NeoDym YAG Laser zur Entfernung von erweiterten Gefässen im Gesicht und Besenreisern. Zuvor hatte ich ein Praktikum bei einem berühmten Schönheitsarzt in der Bayarea in L.A. gemacht und war beeindruckt, wie oft in einer dermatologischen Praxis Botox, Filler und Laser eingesetzt wurden. Mir war klar: Das muss ich lernen!

Frage: Und wie haben Sie das dann gelernt?

Rümmelein: Eine eigentliche Ausbildung für Lasermedizin gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Wer etwas lernen wollte, besuchte Kollegen, die bereits über gute Erfahrungen mit einem System verfügten und besuchte Kongresse. Das tue ich bin heute und besonders gerne im Ausland. Von jeder Reise bringt man neue Tricks und Tipps mit – zum Wohle unserer Patienten

Frage: Sie führen heute eine der grössten Laserpraxen der Schweiz? Ist es sinnvoll und nötig, so viele Laser zu haben?

Rümmelein: Sicher muss man sich gut überlegen, welchen Laser man kauft und welchen man lieber nicht kauft. Dank jahrelanger Erfahrung mit diversen Systemen konnte ich gut auswählen und ich kann heute sagen: Ich habe kein Gerät zu viel oder zu wenig. Meine Klinik umfasst heute 12 Geräte, welche alle mehrfach täglich im Gebrauch sind. Häufig „wandern“ wir sogar mit unseren Patienten durch die verschiedenen Räume, weil wir sogar für einen Patienten 2-3 verschiedene Systeme benötigen.

Frage: Danke für diese Auskunft.

Dr. Bettina Rümmelein in ihrer Klinik

Rümmelein: Sehr gerne.