Während Akne früher eine mehr oder minder harmlose Pubertätskrankheit war, suchen uns heute auch Patienten in ihrem mittleren Alter auf. Auch 50-Jährige mit einer noch immer aktiven Akne sind keine Seltenheilt. Das Spektrum der Therapiemöglichkeiten hat sich erweitert und auch die Guidelines der klassischen Aknetherapie sind nicht mehr dieselben wie noch vor 20 Jahren.

Früher war Akne zumeist ein harmloses, aber lästiges Problem der Pubertät. Akne ist eine häufige, chronisch entzündliche und polyätiologische Erkrankung der Talgdrüsenfollikel, die in den westlichen Industrienationen bei einem Grossteil der Bevölkerung in der Adoleszenz auftritt. Infolge eines pfropfartigen Verschlusses des Follikel-Ausführungsganges wird bei gleichzeitiger Talgproduktion der Talg in der Drüseneinheit zurückgestaut. Dies führt zum Komedo (Mitesser). Diese Mitesser können sich entzünden. So entstehen follikuläre Pusteln und teilweise auch Zysten und Knoten.

Bleibende Narben können das Resultat einer Akne Erkrankung sein.

Da die Erkrankung chronisch und meist schubhaft verläuft, ist eine langfristige Therapie unumgänglich. Es gibt verschiedene Studien, die uns Auskunft über die Häufigkeit der Erkrankung geben: In Deutschland haben 70 – 80% aller Jugendlichen eine Akne unterschiedlichen Schweregrades.
In einer französischen Studie lag die Prävalenz der Akne bei 24- bis 40-Jährigen bei 41%. In einer britischen Bevölkerungsstudie bei Frauen über 25 Jahren lag die Akneprävalenz bei 54%
Die sogenannte Spätakne, also die Akne im Erwachsenenalter, betrifft mehr Frauen als Männer.

Was kann man selbst gegen Akne unternehmen?
Rauchen kann Akne fördern und sollte daher vermieden werden. Vermeiden Sie Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index und Milchprodukte. Diese können zu ernährungsbedingtem erhöhtem Insulin und IGF-1 Ausschüttungen führen, welche ihrerseits die Seborrhoe und die Verhornung im Follikel fördern können.
Zwischenmahlzeiten und Pausensnacks sollten vermieden werden. Ebenso sollte komplett auf gezuckerte Getränke verzichtet werden.

Für die Therapie stehen unzählige Präparate zur Verfügung. Die Kunst ist es, das individuelle Problem genau zu analysieren und eine hauttypgerechte, konsequente Therapie einzuleiten.

Was sollte man hierbei wissen?

  • Die Therapie mit Tabletten sollte nur bei schweren Formen der Akne durchgeführt werden.
  • UV-Strahlen verbessern zwar eine Akne, sollten aber wegen des ungünstigen Nutzen-Risiko-Profils nicht mehr eingesetzt werden. Also: Keine Höhensonne bei Akne!
  • Antibiotika sollten nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden, weil bakterielle Resistenzen die Therapie mit der Zeit unwirksam werden lassen.
  • Die Verschreibung von Isotretinoin bleibt schweren Formen der Akne vorbehalten. Bei Frauen sind ein Schwangerschaftstest vor der Tabletteneinnahme und eine strenge doppelte Verhütung während der Einnahmezeit unabdingbar.
  • Alternativ oder bei Versagen der klassischen Therapie kann eine spezielle Lichttherapie angewendet werden. Diese biophotonische Therapie mit dem Namen Kleresca konnte in den letzten Jahren mehrfach überzeugende Ergebnisse liefern. Unsere Praxis führt die Therapie seit Mai 2016 durch. Es wurden mittlerweile mehr als 2500 Behandlungen durchgeführt.
Kleresca Behandlung bei Akne