Eine atopische Dermatitis wird häufig auch als Ekzem bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine juckende, chronische Entzündung auf der Hautoberfläche. Das Ekzem kann sehr oft bei Personen auftreten, die unter Heuschnupfen oder Asthma leiden oder ähnliche allergische Erkrankungen in der Familie aufweisen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Allergie gegen eine bestimmte Substanz, jedoch kann sie die Wahrscheinlichkeit auf eine Asthma-, oder Heuschnupfenerkrankung erhöhen. Unklar ist, warum heute mehr Menschen an Neurodermitis erkranken als in vergangenen Jahrzehnten. Hierzu gibt es die sogenannte Hygiene-Hypothese, welche besagt, dass Kinder, welche auf dem Bauernhof aufwachsen, weniger anfällig für atopische Krankheiten sind. Durch unseren Lebenswandel in die Städte mit immer mehr Sauberkeit kommt es daher zu einer steigenden Anzahl der Atopien. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass Fachleute den atopischen Ekzemen heute mehr Aufmerksamkeit schenken und deshalb häufiger die Diagnose Neurodermitis stellen als früher.

Typische Erscheinungsbereiche der atopischen Dermatitis sind die Hände, Oberarme, Innenräume der Ellenbogen und Kniekehlen. Jährlich werden ca. 10% der Erwachsenen und 20% der Kinder mit dem Ekzem diagnostiziert. Ein genauer Zeitraum des Auftretens oder Dauer kann nicht festgelegt werden. Bei vielen wird es bereits im ersten Lebensjahr festgestellt, wobei es aber auch erst zum Ende des 5. Lebensjahres oder auch im Erwachsenenalter auftreten kann. Bei Kindern, die sehr früh unter einer atopischen Dermatitis leiden, verschwindet diese meist vollständig im Erwachsenenalter. Auch umweltbedingte Faktoren können ein Auslöser für die Veränderung der Hautoberfläche sein. Dazu zählen zum Beispiel das intensive Schwitzen, übermässiges Baden oder Waschen, das Vorhandensein des Bakteriums Staphylococcus aureus auf der Haut, aggressives Seifen oder das Tragen von rauen Stoffen und Wolle

Beim Ekzem werden zwei Phasen unterscheiden. Die frühe (akute) Phase ist anhand roter und verkrusteter Flächen erkennbar. Die spätere (chronische) Phase führt durch das Kratzen und Reibungen zu einer verdickten und trockenen Oberfläche der Haut (Lichenifikation). Der Juckreiz ist hier bereits sehr intensiv.

Jugendliche und Erwachsene sollten vor allem die schon erwähnten Risikofaktoren vermeiden. Nur wenn Sie die Substanzen kennen, die auf Ihren Organismus einen unerwünschten Reiz ausüben, können Sie ihnen entgehen, um Ihre Neurodermitis in Schach zu halten. Zur Vorbeugung der atopischen Dermatitis empfehlen wir auf ein übermässiges Waschen oder Baden zu verzichten und eine geringe Menge an Seife zu verwenden. Das Waschen mit heissem Wasser soll auch vermieden werden. Empfohlen wird es wird eine lauwarme Wassertemperatur und das Auftragen einer Feuchtigkeitslotion, -salbe oder -creme unmittelbar nach dem Duschen auf die noch befeuchtete Haut. Die Haut soll nach dem Duschen nicht trockengerieben werden, sondern nur leicht abgetupft. Mögliche Auslöser wie Stress, Schweiss, Seifen und aggressive Reinigungsmittel sollten identifiziert und vermieden werden.

Atopische Dermatitis ist eine Erkrankung, die nicht heilbar ist. Dennoch können Massnahmen zur Linderung des Juckreizes vorgenommen werden. Der Juckreiz kann durch das Auftragen (topischen) oder die orale Einnahme von Arzneimitteln gelindert werden. Die Behandlung des Ekzems erfolgt nach der Diagnose, die auf der Grundlage des Erscheinungsbildes des Ausschlags angepasst wird. Festzulegen ist eine gute Basispflege, die nicht brennt, gerne aufgetragen wird und damit das Erscheinungsbild des Ekzems ausgleicht.

Der Behandlungsablauf kann vom Erscheinungsgrad deutlich variieren. Es umfasst das Auftragen von Kortikosteroiden und nach Bedarf den Einsatz von weiteren Behandlungen wie der Phototherapie.

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