Wie kann eine Haut austrocknen? Liegt es daran, dass man zu wenig Wasser getrunken hat? Die Veranlagung zur «trockenen Haut» ist genetisch bedingt und bleibt in jungen Jahren in der Regel ohne Beschwerden und damit auch nicht behandlungsbedürftig. Wenn die altersbedingte Hauttrockenheit einsetzt und gleichzeitig die Haut durch ein seit Jugend trainiertes Waschritual traktiert wird, kann es zu Schuppung und Juckreiz kommen.

Bereits in der Kindheit lernen wir, uns gründlich zu waschen. Wir verwenden Flüssigseifen und geniessen lange, heisse Bäder. Wenn keine Neurodermitis vorliegt, hält unsere Haut das problemlos aus. Die Anlage «trockene Haut» ist genetisch, bleibt aber meist in den ersten Lebensjahrzehnten asymptomatisch. Erst in der zweiten Lebenshälfte, wenn altersbedingte Hauttrockenheit einsetzt, kommt das Fass zum Überlaufen: erst werden die Unterschenkel und Unterarme trocken, später auch der Körperstamm. Die zunehmende Austrocknung der Haut hat ein unangenehmes Spannungsgefühl und Juckreiz zur Folge.

Die Veranlagung zur trockenen Haut äussert sich in oftmals ausgetrockneten Lippen.

Neben der Genetik und Angewohnheiten, wie dem übermässigen täglichen Gebrauch von Seifen oder Duschmitteln, können auch innere Erkrankungen wie die vulgäre Ichthyose, neurologische Erkrankungen und Medikamente wie Isotretinonin oder Entwässerungstabletten Hautprobleme auslösen. Im Winter bzw. bei Einsetzen der Heizperiode und zunehmender Trockenheit in den Räumen, verschlimmern sich die Symptome.
Bei Frauen spielt besonders die Menopause eine wichtige Rolle, da die Aktivität der Talgdrüsen hormonabhängig ist.

Übermässigen täglicher Gebrauch von Seifen oder Duschmitteln kann Hauttrockenheit hervorrufen oder verstärken.

Die Therapie setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen: Eine Änderung der Dusch- oder Badegewohnheiten bei individuell ausgesuchten Pflegepräparaten ist die Basis jeglicher Therapie. In der Menopause können Sanddornpräparate sinnvoll sein.
Reizende Kleidung – wie kratzende Wolle – sollte vermieden werden
Eine rückfettende Pflege ist das A und O der Therapie und hier muss auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden. Wichtig ist, dass die gewählte Pflege nicht fettig-schmierig ist, sondern vom Patienten wie eine zweite Haut empfunden wird. Denn nur Produkte, die man liebt, wendet man auch regelmässig an. Unter regelmässiger Anwendung kann sich die Haut langsam regenerieren und normalisieren.

Wir werden Sie gerne beraten und Ihnen helfen, Ihre Lieblingscreme finden. Eine computergestützte Hautanalyse unterstützt uns dabei.