Orangenhaut ist unter Frauen ebenso verbreitet wie verhasst. Entsprechend gross ist das Angebot an Produkten, Geräten und Ratgebern, die helfen sollen, die Haut zu straffen. Sport ist sicher die wichtigste Massnahme. Eine gut arbeitende Muskelpumpe unterstützt nicht nur den Blutkreislauf, sondern auch den Lymphfluss. Einige apparative Techniken können dennoch helfen.

98 Prozent der Frauen sind von Cellulite betroffen. Zu einem Problem – wenn auch nur ästhetischer Art – wurde die Cellulite erst im 20. Jahrhundert. Davor war Orangenhaut eine selbstverständliche Erscheinung, die der Schönheit der Frau keinen Abbruch tat. Der Künstler Peter Paul Rubens wäre 1653 nicht auf die Idee gekommen, seine drei Grazien mit glatter Haut zu malen.

Dass Frauen im Gegensatz zu Männern zu Cellulite neigen, liegt an ihrem Gewebe, das Fett einfacher und schneller speichern kann und auch an dem unterschiedlichen Aufbau des Bindegewebes. Das weibliche Bindegewebe ist auf Schwangerschaften vorbereitet: Es ermöglicht der Haut sich schnell zu dehnen. Der Nachteil: Die durch Gewichtszunahme wachsenden Fettzellen werden durch die Lücken zwischen den Kollagenfasern nach aussen gedrückt, was zum typischen Bild der Organgenhaut führen kann.

Die wachsenden Fettzellen werden durch die Lücken zwischen den Kollagenfasern nach aussen gedrückt, was zu Cellulite führen kann.

Die wichtigste Massnahme gegen Cellulite ist Sport, denn eine gut funktionierende Muskelpumpe fördert nicht nur den Blutfluss sondern auch den Lymphfluss und dieser spielt eine grosse Rolle in der natürlich Lipolyse. Wenn das Gewebe zwischen den Bindegewebsfasern stramm gepackt ist mit prallen Fettzellen ist auch der Druck auf die Lymphgefässe erhöht und die natürliche Lipolyse reduziert. Cellulite erzeugt Cellulite.

Sportarten, bei denen die Muskeln in den Beinen beansprucht werden, verbessern die Situation. Dazu gehören Wandern, Joggen, Nordic Walking oder Schwimmen, aber auch das normale Treppensteigen ist sehr hilfreich. Wer der Cellulite Einhalt gebieten möchte, sollte vor allem Bewegung im Alltag einbauen, also Rolltreppen und Lifte meiden, zu Fuss oder mit dem Velo einkaufen gehen. Eine sinnvolle Ernährung unterstützt die Effekte sportlicher Aktivität. Vermeiden Sie Kost, die zu Wassereinlagerungen führt.

In der Praxis unterstützen wir Ihre Bemühungen durch zwei wirkungsvolle Geräte: Stosswellen mit AWT (Storz Medical, Schweiz) und VelaShape II (Syneron, Israel). Bei beiden Methoden wird ein mechanischer Reiz auf das Gewebe ausgeübt, welcher Blutzirkulation und Lymphfluss verbessert. Das Ödem in den Bindegewebssepten wird hierdurch reduziert und der Fettabbau verbessert. Die Haut wird somit dicker und straffer. Beim VelaShape wird zusätzlich bipolare Radiofrequenz verwendet, um die Festigung der Kollagenfasern über die Induktion von Hitzeschockproteinen anzuregen.

Mit dem VelaShape Gerät können die Blutzirkulation und der Lymphfluss verbessert werden, was an verschiedensten Körperpartien zu einer dickeren und strafferen Haut führen kann.

Die klassische Fettabsaugung hat aus unserer Sicht in der Cellulitetherapie keinen Platz. Sollten Fettdepots an den Oberschenkelinnenseiten oder an den Hüften stören, verwenden wir die Kryolipolyse oder die Laserlipolyse. Welche Vorgehensweise im Einzelfall zu bevorzugen ist, kann nur in einer persönlichen Konsultation geklärt werden.