Kondylome, umgangssprachlich auch Feigwarzen genannt, gehören zu den klassischen sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Erreger sind humane Papillomaviren (HPV). Sie müssen so schnell und so gründlich wie möglich entfernt werden und hierzu findet der Laser Einsatz.

Kondylome sind eine häufige und weltweit verbreitete Infektionskrankheit, besonders bei sexuell aktiven Erwachsenen. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, meist beim Geschlechtsverkehr.

Die Kondylome können im gesamten Genitalbereich auftreten, je nach Geschlechtspraktiken auch intraanal, in 20% der Fälle intravaginal und in 6% sogar am Muttermund. Im Vordergrund der Behandlung steht zunächst, alle äusseren Kondylome gründlich zu entfernen.

Kondylome im Analbereich (Quelle: Gingert, C. / Frei-Lanter, C. / Adamina, M.: Prokotlogie in Praxis in Notaufnahme (2018). Springer Verlag.)

Meist sind Kondylome nur 2-5mm durchmessende, hautfarbene, warzenartige Wucherungen, sie können aber auch massiv wachsen und grosse Knoten bilden.

Wichtig ist die komplette Entfernung des Virusmaterials. Hierzu eignet sich besonders der CO2 Laser. Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und hat den grossen Vorteil, dass es meist zu keiner Blutung kommt. Alternativ können Mittel eingesetzt werden, mit denen die Warzen betupft werden. Ausserdem gibt es andere mechanische Verfahren wie Abkratzen, Kältechirurgie, etc., mit denen die Warzen entfernt werden.

Wichtig ist es zu wissen, dass die Kondylome nicht von allein wieder verschwinden und dass bei langem Bestehen auch bösartige Umwandlungen möglich sind.

Zögern Sie also nicht, einen spezialisierten Arzt aufzusuchen, um die Kondylome zu entfernen. Wichtig sind auch regelmässigen Nachkontrollen, da sie leider eine hohe Rückfallquote haben. Untersuchen Sie sich auch regelmässig selber. Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch HPV Impfstoffe, durch die ein Rückgang dieser lästigen Infektionskrankheit zu erwarten ist.