Endlich. Die 9-monatige Schwangerschaft ist vorüber. Langsam kann sich der Körper von den Strapazen erholen und sich zu seiner Ursprungsform zurückbilden. In einigen Fällen bleiben jedoch dauerhafte Schäden bestehen. Neue Abhilfe schafft der Vaginallaser.

Oftmals entstehen bei einer vaginalen Geburt Geburtsverletzungen, welchechirurgisch genäht werden müssen. Die entstandenen Narben können noch Jahre nach der Entbindung schmerzhaft sein. Bei vielen Frauen führt dies zu einer verminderten Libido, da schmerzen beim Geschlechtsverkehr entstehen.

Ein anderes Problem ist das sogenannte Vaginale Relaxationssyndrom (VRS). Dies beschreibt die Beeinträchtigung des optimalen strukturellen Aufbaus der Vagina. Es wird insbesondere durch vaginale Geburten hervorgerufen. Bei dem VRS kommt es zum Verlust von Elastizität und Spannkraft der Vagina. Auch das bedingt einen möglichen Verlust der sexuellen Erregbarkeit und eine leichte Harninkontinenz.

Auch die Stressinkontinenz kann durch vaginale Geburten hervorgerufen werden. Als Stressinkontinenz bezeichnet man den unwillkürlichen Urinabgang bei intraabdomineller Druckerhöhung (zum Beispiel beim Springen, Husten oder Lachen). Verantwortlich ist eine Schädigung des Bandapparates der Urethra, sowie auch eine Schwäche des Beckenbodens.

Therapiemöglichkeiten gibt es nicht viele. Konservatives Beckenbodentraining galt lange Zeit als Standarttherapie. Doch immer mehr rückt der Vaginallaser zum Einsatz.

Der Vaginallaser kann bei verschiedenen Indikationen eingesetzt werden.

Der Laserkopf ähnelt einem gynäkologischen Vaginalschallkopf und wird auch so in die Vagina eingeführt. Die Behandlung dauert je nach Lasergerät ca. 5- 20 Minuten. Die Laserimpulse werden auf die Vaginalschleimhaut, den Scheideneingang und gegebenenfalls auf die Schamlippen abgegeben und führen über so entstehende Mikroverletzungen zu einer Neustrukturierung des Gewebes, welches laut Studien messbar zu einer Zunahme an Dicke, Durchblutung und Feuchtigkeit führt. Durch den Schleimhautaufbau kommt es zu einer Verdickung der Vaginalschleimhaut. Durch diese Effekte können die oben beschriebenen Probleme behoben werden.

Die Laserimpulse werden auf die Vaginalschleimhaut, den Scheideneingang und gegebenenfalls auf die Schamlippen abgegeben.