Vitiligo (auch Weissfleckenkrankheit genannt) beschreibt den erworbenen und bleibenden Verlust der natürlichen Hautfarbe, was sich in weissen Flecken äussert. Die Krankheit stellt gesundheitlich kein Problem dar, kann für die Betroffenen auf Grund der äusserlichen Erscheinung jedoch eine psychische Belastung darstellen.

Weltweit sind etwa 1% der Menschen von diesem Verlust der Pigmentzellen betroffen. Dieser betrifft häufig sonnenexponierte Stellen oder Körperöffnungen. Die Symptome der Vitiligo können bereits im Säuglingsalter einsetzen, beginnen jedoch bei der Hälfte aller Betroffenen um das 20. Lebensjahr herum. Bei rund einem Drittel der Betroffenen liegt eine erbliche Vorbelastung vor.

Das einzig wirkliche Symptom ist dabei das Auftreten der weissen Flecken, welche weder jucken noch schuppen. Ein weiteres Charakteristikum ist, dass die an diese klar begrenzten Flecken angrenzende Haut oft stärker gebräunt ist als der Rest des Körpers. Ausserdem ist die Haut auf Grund der fehlenden Pigmente kaum gegen UV-Strahlen geschützt, was in einem erhöhten Risiko von Sonnenbränden und Hautkrebs resultiert.

Die Ausbreitung der Flecken kann von Mensch zu Mensch stark variieren. Während in manchen Fällen lediglich einzelne kleine Flecken auftreten, können bei anderen ganze Körperpartien von diesem Pigmentverlust betroffen sein. Häufig beginnt die Fleckenbildung an sonnenexponierten Stellen wie dem Gesicht oder den Händen, allerdings können auch der Genitalbereich oder die Achselfalten betroffen sein.

Vitiligo tritt oft an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Hals und Händen auf.

 Grundsätzlich kann zwischen drei Typen von Vitiligo unterschieden werden.

  • Die segmentale Vitiligo beginnt meist schon im Kindesalter und zeichnet sich durch ihre weissen, symmetrischen Flecken aus, von welchen mehrere Hautsegmente betroffen sind. Die segmentale Vitiligo macht ca. 5% der Vitiligo Erkrankungen aus.
  • Die fokale Vitiligo tritt meistens erst später auf, kann sich jedoch bereits im Kindesalter abzeichnen. Sie entwickelt sich schrittweise weiter und zeichnet sich durch einseitig unsymmetrisch verteilte weisse Flecken aus, welche meist nur ein Hautsegment betreffen. Diese Form macht ca. 15% aller Vitiligofälle aus.
  • Die restlichen 80% der Betroffenen weisen eine generalisierte Vitiligo auf. Diese zeichnet sich durch einen raschen Krankheitsverlauf aus und wird häufig von Autoimmunerkrankungen, beispielsweise Schilddrüsenerkrakungen, begleitet.

Die Ursache der Vitiligo ist wissenschaftlich weitestgehend unbekannt. Sicher ist jedoch, dass bei der Vitiligo immunologische Faktoren eine Rolle spielen. Daher steht zu Beginn einer Therapie eine Blutuntersuchung an, die nach möglichen begleitenden Autoimmunkrankheiten sucht.

Therapie
Bis jetzt gilt die Ganzkörperlichttherapie mit Schmalband UVB als die effektivste und am besten untersuchte Therapie. Die Indikation zur Ganzkörperlichttherapie sollte jedoch einer strengen Nutzen-Risiko-Abwägung unterzogen werden (vor allem bei Kindern). Ausserdem sollten bei Hauttyp I-III nicht mehr als 200 Therapiesitzungen durchgeführt werden.

Bei der lokalisierten Lichttherapie werden mit einer Licht-Wellenlänge von 308 nm selektiv einzelne Vitiligoareale behandelt, um dabei die restliche, gesunde Haut zu schonen.

In unserer Praxis bieten wir ausschliesslich die Excimer Lampe an. Zu Beginn wird zunächst zweimal pro Woche belichtet, dann einmal pro Woche bis zum Eintreten des Therapieerfolges. Die Behandlung dauert pro Areal nur wenige Sekunden. Zusätzlich verbessert die Lokaltherapie mit Tacrolimus Salbe (Protopic®) die Erfolgschancen. In der Literatur werden die Erfolgsaussichten dieser Kombinationstherapie besonders im Gesicht- und Halsbereich mit 80% Repigmentierungsrate angegeben. Wegen des schlechten Ansprechens an anderen Körperarealen bieten wir die Excimer Therapie für Gesicht und Hals an. Ein Therapieversuch an einzelnen Flecken off-face ist möglich. Der Lichtschutz stellt neben der Belichtung die wichtigste therapeutische Empfehlung dar. Die weissen Flächen sollten täglich mit LSF 50 geschützt werden. Gerne beraten wir Sie auch betreffend einem für Ihren Hauttyp geeigneten Sonnenschutz.