Am 20.6.2019 fand am Inselspital in Bern ein grosses Symposium statt zum Thema vulvovaginale Athrophie und Stressharninkontinenz – beides Probleme, die eine Vielzahl von Frauen betreffen.
Namhafte Referenten stellten die aktuelle Datenlage dar. Der Laser ist eine sichere Behandlung, die eine weitere Therapieoption darstellt, wenn Cremen und Gele lokal versagen.

In jedem Alter kann es zu vaginalen Beschwerden kommen
Häufige Blasen- und Scheideninfektionen, Pilleneinnahme, Geburten und Geburtsverletzungen, Hormonmangel während der Stillzeit, Übergewicht und starke Gewichtsschwankungen, Veränderungen im Hormonhaushalt, primäre Ovarialinsuffizienz, Klimakterium praecox, Wechseljahre und die Hormonmangelsituation nach der Menopause können die Vaginalschleimhaut beeinträchtigen und zu Reizblase, Scheidentrockenheit, Brennen, Juckreiz, Stressharninkontinenz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, vermindertem sexuellen Empfinden und Libidomangel führen.

Der MonaLisa Touch® Vaginallaser

Was ist ein Vaginallaser?
Ein Vaginallaser ist ein stabförmiger Laser, der wie ein Spekulum bei der gynäkologischen Untersuchung schmerzfrei in die Scheide eingeführt wird. Mit diesem Laser wird der gesamte Vaginalkanal zirkulär «beschossen». Diese Behandlung verursacht im Allgemeinen keinerlei Schmerzen. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und kann und sollte dreimal im Abstand von 30 Tagen durchgeführt werden.
Nach der Behandlung empfiehlt es sich, für 2-3 Tage auf Geschlechtsverkehr und öffentliche Bäder zu verzichten. Schmerzen nach der Behandlung sind nicht zu erwarten.

Behandlungssituation

Bisher keine Kostenübernahme durch die Krankenkassen in der Schweiz
Während diese Behandlung bei der richtigen Indikation in Italien oft von der Krankenkasse übernommen wird und auch in Deutschland die Privatkrankenkassen oft die Erstattung übernehmen, ist dies aktuell in der Schweiz leider nicht der Fall. Dennoch setzt sich diese Behandlung mehr und mehr durch.

Beim ersten grossen Vaginallaser Symposium am Inselspital Bern am 20.6.2019 waren sich die Referenten einig: Die Datenlage ist absolut überzeugend und Patientinnen mit entsprechenden Beschwerden, denen mit den konservativen Methoden nicht ausreichend geholfen werden konnte, sollte die Behandlung angeboten werden. Wir selbst verfügen mittlerweile über 3 Jahre Erfahrung in diesem Behandlungsbereich mit einer sehr hohen Zufriedenheitsquote unserer Patientinnen.